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10/3/2010

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Woche 31

31. WOCHE

31. WOCHE

Wahrscheinlich haben Sie jetzt schon Kontraktionen gehabt – sogenannte Braxton-Hicks-Kontraktionen, Vorwehen, „wilde" Wehen oder Übungswehen. Sie sind etwas unangenehm, so als ob sich ein breites Gummiband um den Bauch legt und dann wieder locker wird, aber sie sind nicht schmerzhaft. Im Gegensatz zu den späteren, richtigen Geburtswehen, wird der Muttermund dadurch noch nicht geöffnet. Sogar vier bis fünf Vorwehen in der Stunde sind jetzt noch kein Grund, in die Klinik zu fahren! Sie sind eher ein Zeichen dafür, dass Sie sich ein bisschen mehr Ruhe gönnen sollten. Entspannen Sie sich, solange Sie es noch können!

Wenn Sie Zwillinge erwarten, gilt das automatisch als Risikoschwangerschaft und Sie werden in kürzeren Abständen untersucht. Weil es im Bauch für die beiden schon recht eng geworden ist, kommen Zwillinge meist früher auf die Welt – spontan oder per Kaiserschnitt .

Aus der Brust läuft wahrscheinlich manchmal etwas weissliche Flüssigkeit aus. Das ist Kolostrum, die besonders nährstoffreiche Vormilch, die schon in der Schwangerschaft und verstärkt in den ersten Wochenbettagen produziert wird. Falls sich dadurch Verkrustungen bilden, waschen Sie Ihre Brustwarzen mit warmem Wasser und legen Sie Stilleinlagen in den BH, damit Ihre Kleidung keine Flecken bekommt.

Die Nabelschnur besteht aus drei Blutgefässen (zwei Arterien und eine Vene), die durch eine gallertige Umhüllung gegen Druck und Abknickung geschützt sind. Dennoch kann es gelegentlich zu Notfallsituationen kommen, wenn unter der Geburt ein fester Knoten entsteht oder ein Teil der Nabelschnur vorausgeht und durch den Druck des kindlichen Köpfchens oder anderer Kindsteile abgeklemmt wird, wie das z.B. beim massiven vorzeitigen Blasensprung passieren kann. Das Kind könnte in Sauerstoffnot geraten und muss möglichst schnell zur Welt kommen. Normalerweise wird die Nabelschnur zusammen mit der Plazenta nach der Geburt „entsorgt", also weggeworfen. Da sich aber im Blut der abgetrennten Nabelschnur in hoher Konzentration die sogenannten Stammzellen befinden, die man z.B. bei der Behandlung von bestimmten Krankheiten wie der Leukämie einsetzen kann, versucht man heutzutage oft, das sogenannte Nabelschnurrestblut nach der Geburt zu gewinnen und aufzubewahren. Falls ein Krankenhaus dies anbietet, werden die Eltern um eine schriftliche Einwilligung gebeten, ob sie der Blutentnahme zustimmen. Eine andere Möglichkeit ist die Einlagerung der Stammzellen Ihres Kindes in einer privaten Nabelschnurblutbank.

Ihr Baby hat seine vorher etwas schrumpelige Haut jetzt gut gepolstert und sieht ganz glatt aus. Lanugohaare und die Vernix caseosa verschwinden langsam.

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

  • 31. Woche nach dem 1. Tag d. letzten Periode
  • 30 Wochen + 1 - 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 29. Woche nach der Befruchtung
  • Kopfdurchmesser des Fetus: 76-88 mm
  • Gewicht des Fetus: ca. 1300 g

Stand: 04/02, BH



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