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3/9/2010

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Woche 36

36. WOCHE

36. WOCHE

Jede Schwangere hat Angst, den Wehenbeginn zu verpassen und dann eine Geburt im Auto oder Taxi zu erleben. Bleiben Sie ganz ruhig, denn das ist wirklich sehr, sehr selten! Allerdings ist bis heute nicht ganz klar, wie der Geburtsbeginn gesteuert wird. Sicher ist aber das Ungeborene selbst daran beteiligt, indem es mittels eines Hormons ein Signal an die Gebärmutter abgibt.

Es gibt drei deutliche Zeichen dafür, dass sehr bald mit dem Geburtsbeginn gerechnet werden kann: erstens der Abgang des eventuell blutigen Schleimpfropfs, weil der Muttermund sich etwas geweitet hat, zweitens das Platzen der Fruchtblase (mit mehr oder weniger starkem Auslaufen von Fruchtwasser) und drittens echte Geburtswehen (im Gegensatz zu den Vorwehen). Und sollten Sie irgendwelche Zweifel haben, können Sie immer noch Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin oder Hebamme anrufen oder einfach zur Klinik fahren und das Köfferchen zunächst im Auto lassen. Dann ist es Ihnen sicher nicht peinlich, wenn Sie erst einmal wieder nach Hause geschickt werden.

Wenn dies Ihre erste Schwangerschaft ist, merken Sie, wie Ihnen endlich das Luftholen wieder etwas leichter fällt: Durch die Senkwehen ist das Baby ein wenig nach unten gerutscht, tiefergetreten. Der Kopf sitzt jetzt fest unten im kleinen Becken, bereit für die Geburt. Bei nachfolgenden Schwangerschaften geschieht das oft erst in der 40. Woche oder sogar erst mit Beginn der Geburtswehen. Allerdings wird die Muskulatur des Beckenbodens nun noch mehr belastet. Mehrmals täglich Beckenbodengymnastik in Form von Anspannungsübungen beugen einer späteren Blasenschwäche vor und erleichtern Ihnen die Geburt.

Auch Dehnungsübungen im Beckenbereich sind wichtig. Wann immer Sie normalerweise sitzen; also zum Beispiel beim Telefonieren, Fernsehen, Lesen, sollten Sie in die Hocke gehen. Dadurch wird die Beckeninnenseite und das Gewebe um die Scheide gelockert und elastischer. Nach langsamer Steigerung können Sie täglich bis zu 5 Minuten in dieser Stellung bleiben, allerdings nur, solange es für Sie bequem und entspannend ist.

Hebammen empfehlen darüber hinaus die Damm-Massage in den letzten Wochen vor der Geburt. Es ist zwar nicht erwiesen, dass damit ein Dammschnitt verhindert werden kann, aber die Wahrscheinlichkeit für einen tiefen Dammriss wird reduziert.

Haben Sie schon einen Kinderarzt, eine Kinderärztin gefunden? Falls Sie nicht mehr in der Klinik sind, muss er oder sie die Vorsorgeuntersuchung U2 zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag durchführen. Schön wäre es, wenn er oder sie Hausbesuche machte; ansonsten achten Sie darauf, dass Sie die Praxis gut erreichen können.

Unterdessen legt Ihr Kind noch kräftig an Gewicht zu. Ein halbes Pfund pro Woche ist jetzt durchaus möglich!

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

  • 36. Woche nach dem 1. Tag d. letzten Periode
  • 35 Wochen + 1 - 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 34. Woche nach der Befruchtung
  • Kopfdurchmesser des Fetus: 86-99 mm
  • Gewicht des Fetus: ca. 2400

Stand: 04/02, BH



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